Geheime Orte 2015

Entdecker-Touren „Geheime Orte“

Es gibt viel zu entdecken in Spandau und Berlin. Hinter so mancher verschlossenen Tür lauern eindrucksvolle technische Anlagen oder gar ungeahnte Schätze. Darum organisiert Daniel Buchholz regelmäßig Führungen zu „Geheimen Orten“.

Die Resonanz auf die bisherigen Einladungen war überwältigend positiv. Es meldeten sich oftmals über 100 InteressentInnen. Daniel Buchholz und sein Team versuchen immer, möglichst allen eine Teilnahme zu ermöglichen, z.B. durch einen zweiten oder dritten Durchgang. Wenn eine größere Besucherzahl nicht möglich ist, werden die begehrten Plätze verlost.

Die bisherigen Stationen waren:

– Florida-Eismanufaktur in Spandau,
– Paketzentrum Deutsche Post DHL in der Siemensstadt,
– Druckhaus Spandau der Axel-Springer-AG,
– Wasserwerk Spandau der Berliner Wasserbetriebe,
– Fichtebunker mit den Berliner Unterwelten in Kreuzberg,
– Müllheizkraftwerk Ruhleben der BSR,
– Siemens/Thelen Technopark mit dem Siemensturm,
– Erdgasspeicher der GASAG im Grunewald,
– Schlossbauhütte des Berliner Stadtschlosses in Hakenfelde,
– Vattenfall-Heizkraftwerk Reuter-West.

Auf der Termin-Seite erfahren Sie mehr über kommende Entdecker-Touren und Aktionen von Daniel Buchholz.

 

Florida Eismanufaktur

Florida Eis-Manufaktur 04Florida-Eis ist inzwischen nicht nur in Spandau bekannt und beliebt. Der Spandauer SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz hat Interessierte am 17.3.2015 eingeladen, mit ihm die umweltfreundliche Eis-Fabrik exklusiv kennen zu lernen. Die Tour im Spandauer Stadtteil Staaken war eine weitere Station seiner Besichtigungsreihe zu „Geheimen Orten“.

Buchholz: „Anfangs ein Geheimtipp in der Havelstadt, gibt es das leckere Florida-Eis dank Olaf Höhn inzwischen bundesweit in Lebensmittelgeschäften. Rund 400 MitarbeiterInnen stellen es so erfolgreich her, dass die Produktion ständig erweitert wird.

CO2-Neutralität ist das anspruchsvolle Ziel der 2013 in Betrieb genommenen Eis-Manufaktur. Von den Solarzellen auf dem Dach bis zur besonderen Kühltechnik der Lieferfahrzeuge gibt es in dem Spandauer Vorzeigebetrieb Innovatives und Umweltfreundliches zu entdecken sowie jede Menge liebevoller Handarbeit.“

 

Paketzentrum DHL Berlin-Siemensstadt

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Jeden Morgen treffen mehr als 20.000 Päckchen und Pakete in Siemensstadt ein. Ende 2013 hat die Deutsche Post DHL in Siemensstadt (Rohrdamm/Wohlrabedamm) ihre bundesweit größte automatisierte Zustellbasis in Betrieb genommen. FrühaufsteherInnen konnten den Betrieb in den Morgenstunden bei einer Buchholz-Tour zu „Geheimen Orten“ am 23.9.2014 selbst kennenlernen.

Die imposante Paket-Sortieranlage in der Siemensstadt ist eine der bundesweit modernsten der Deutschen Post DHL. Mehr als 5.000 Sendungen pro Stunde können in dieser mechanisierten Zustellbasis sortiert werden. Jeden Morgen um 4.30 Uhr geht es los: Lastwagen bringen bis zu 24.000 Päckchen und Pakete. Transportiert über Förderbänder werden die Pakete gescannt und automatisch der richtigen Zustelltour zugeordnet. Mit ca. 100 Mitarbeitern wird bis 9 Uhr morgens sortiert.

 

Druckhaus Spandau der Axel-Springer-AG

Spandau ist seit 1993 ein echtes Schwergewicht im Berliner Zeitungsdruck. Mit 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden im Druckhaus der Axel Springer AG täglich rund 1,2 Millionen Zeitungen gedruckt. Darunter sind viele große Namen wie das „Handelsblatt“, die „Süddeutsche Zeitung“, „Berliner Morgenpost“ oder „Der Tagesspiegel“. Auch das traditionsreiche und beliebte „Spandauer Volksblatt“ läuft hier vom Band.

Besonders beeindruckend ist die gewaltige Rotationsmaschine, die hinter der Glasfassade am Brunsbütteler Damm für druckfrische Zeitungen sorgt. Es ist ein Gigant der modernen Drucktechnik, 134 Meter lang und 14 Meter hoch. Gedruckt wurde auch während der rund anderthalbstündigen Führung durch das Druckhaus, die „Süddeutsche“ ratterte durch die Maschinen und hing tausendfach an den Führungsschienen.

Der Rundgang ging durch das gesamte Haus, von der Herstellung der Druckplatten zum Druck und schließlich der Fertigstellung und Verpackung.

 

Wasserwerk Spandau der Berliner Wasserbetriebe BWB

An der Pionierstraße in Spandau steht das drittgrößte Berliner Wasserwerk. Eine maximale Förderleistung von 160.000 Kubikmetern pro Tag, 44 Vertikalbrunnen und ein Horizontalfilterbrunnen im Spandauer Forst, das sind die zentralen Anlagendaten.

Wasser ist unser Lebensmittel Nummer 1. In großen Teilen von Spandau versorgt uns die Anlage der Berliner Wasserbetriebe (BWB) an der Pionierstraße mit Trinkwasser bester Qualität – und das schon seit 1897. Die mehrfach umgebaute und erweiterte Anlage ist heute das drittgrößte der neun Berliner Wasserwerke.

Tiefe Einblicke im wahrsten Sinne des Wortes gab es auf dem Gelände des Wasserwerkes Spandau. Die Wasserbetriebe erneuern gerade wichtige unterirdische Anlagenteile. Als Besonderheit verfügt das Wasserwerk neben den Vertikalbrunnen auch über einen Horizontalfilterbrunnen in der Nähe der Kuhlake im Spandau Forst. Dort wird Havelwasser versickert, um die Trinkwasserversorgung und die Feuchtbiotope zu sichern.

Im Anschluss an den Rundgang wurde mit den Vertretern der Wasserbetriebe und Daniel Buchholz auch über steigende Grundwasserstände diskutiert. Beim Runden Tisch Grundwasser der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wird intensiv über Lösungsvorschläge beraten.

 

Fichtebunker in Kreuzberg mit den Berliner Unterwelten

Bei dieser Tour zu einem „Geheimen Ort“ wurde es kalt – und fast ein bisschen gruselig. Zwei Mal ging es in den sagenumwobenen Fichtebunker in Kreuzberg. Errichtet 1883 als Gasometer und 1940 zum Hochbunker für bis zu 6.500 Mütter mit ihren Kleinkindern umgebaut, ist die Geschichte des Bauwerks wechselhaft und voller Besonderheiten. Es diente nach Kriegsende als Flüchtlingslager, alliiertes Untersuchungsgefängnis, Obdachlosenunterkunft und im Kalten Krieg ab den 1970er Jahren zur Einlagerung von Senatsreserven.

Der Verein „Berliner Unterwelten“ engagiert sich heute für die Rekonstruktion des Bauwerks. Geführt von Sascha Keil, Vorstand der „Berliner Unterwelten“, ging die rund zweistündige Führung durch das 21 Meter hohe runde Gebäude und damit durch Berlins Geschichte. Informationen zum Fichtebunker und über die „Berliner Unterwelten“ finden Sie im Internet unter www.berliner-unterwelten.de.

 

Müllheizkraftwerk der BSR in Ruhleben

Diese Station war ein besonderer Ort, der im Stadtbild unübersehbar und normalerweise nicht zugänglich ist. Diesmal konnten die Bürgerinnen und Bürger Daniel Buchholz in das Müllheizkraftwerk (MHKW) der Berliner Stadtreinigung nach Ruhleben begleiten. Als „Überraschungsgast“ war auch ein dreiköpfiges Kamerateam des rbb dabei.

Mehr als die Hälfte des gesamten Berliner Hausmülls landet am Ende hier. Fünf Kessellinien, mehr als 500.000 Tonnen Abfall im Jahr und Strom für 60.000 Berliner Haushalte: das sind die Kenndaten der imposanten Anlage. Das Müllheizkraftwerk Ruhleben der BSR ist das Herzstück der Berliner Abfallentsorgung.

In der Leitwarte kam auch der Chef der Anlage dazu und beantwortete viele Fragen der Besucherinnen und Besucher. Natürlich konnte beim Rundgang auch ein Blick auf den im Frühsommer 2012 in Betrieb gegangenen neuen Anlagenteil geworfen werden.

 

Siemens/Thelen TechnoPark mit dem historischen Siemensturm

Zwischen historischen Backsteingebäuden und High-Tech-Fabriken bietet der Siemens Tech-nopark ideale Bedingungen für neue Unternehmensideen und innovative Arbeitsplätze. Seit der Gründung im Jahr 2006 haben sich rund 50 Unternehmen angesiedelt, die 5.000 Menschen beschäftigen. Allein das neu errichtete BSH-Technologiezentrum Wäschepflege steht für 700 Arbeitsplätze mit Zukunft. Hier werden die Waschmaschinen und Trockner von morgen und übermorgen entwickelt.

Einen Besuch wert ist auch der im April 2012 eingeweihte Wohlrabedamm. Die neue Straße verbindet Rohrdamm und Siemensdamm und verbessert die Verkehrsanbindung des Geländes. Höhepunkt der Besichtigungstour ist die Möglichkeit zum Aufstieg auf den Siemensturm. Mit 70 Meter Turmhöhe ist der Uhrenturm ein Wahrzeichen der Siemensstadt und Aushängeschild des Technoparks. Die Aussicht ist grandios.

Übrigens ist der Siemensturm eigentlich ein Schornstein gewesen, der unterirdische Zugang wird „Fuchs“ genannt.

 

Erdgasspeicher der GASAG im Grunewald

Mitten in Berlin, aber in 800 Meter Tiefe befindet sich der Berliner Erdgasspeicher. Er liegt unter einem Gebiet, das westlich des Olympiastadions beginnt und sich bis in den Grunewald und die anliegenden Gewässer erstreckt. Der Betrieb wurde 1992 aufgenommen. Sein nutzbares Speichervolumen liegt nach Angaben der GASAG bei 135 Mio. Kubikmeter Erdgas.

Diese Vorratshaltung war Ende der 80er Jahre eine Auflage der West-Alliierten, bevor West-Berlin an das russische Erdgasnetz angeschlossen wurde. Heute steht neben der Versorgungssicherheit der Ausgleich saisonaler Verbrauchsschwankungen im Vordergrund.

Die Tour begann mit einem ausführlichen Vortrag im Verwaltungsgebäude. Anschliessende waren Sicherheitshelme Pflicht bei der Führung über das Gelände und die Besichtigung der technischn Anlagen. Fotografieren in der Anlage ist leider nicht erlaubt, da hohe Sicherheitsanfoderungen gelten.

 

Schlossbauhütte in Spandau

Im Herzen Berlins soll ein wichtiger Teil der Berliner Stadtgeschichte lebendig werden – und die Vorarbeiten dafür laufen versteckt im Bezirk Spandau. In der Spandauer Schlossbauhütte entstehen bereits heute Elemente der barocken Fassade des Berliner Schlosses.

2014 soll es mit dem Bau des Humboldtforums in der Mitte Berlins richtig losgehen. Das gewaltige Gebäude wird in der Kubatur und an drei Seiten mit den Fassaden des ehemaligen Berliner Schlosses errichtet.

In der Spandauer Schlossbauhütte laufen die Vorbereitungen dafür bereits auf Hochtouren: Bildhauer, Steinmetze und Restauratoren sind mit der Aufarbeitung noch erhaltener Originale und der Herstellung neuer Modelle für die barocken Fassadenelemente nach historischen Dokumenten beschäftigt. Die Dimensionen der Rekonstruktion sind gewaltig: Es werden allein 300 Modelle für die Bildhauerarbeiten benötigt, 8.000 Kubikmeter Naturstein sind zu verarbeiten.

(Hinweis: Wer Interesse an Führungen hat, wende sich bitte ausschliesslich an die Stiftung bzw. die Schlossbauhütte!)

 

Heizkraftwerk Reuter-West von Vattenfall

Die imposante Anlage mit dem 100 Meter hohen Kühlturm und zwei identischen 300 MW-Blöcken ist das leistungsstärkste Kraftwerk im Berliner Raum. Täglich sorgen 3.300 Tonnen verfeuerte Steinkohle in Spandau und dem Westen Berlins für Strom und Wärme.

Jährlich werden deutlich mehr als 2 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid ausgestoßen. Die Emissionen will Vattenfall u.a. durch die Mitverbrennung von Biomasse verringern. Viele Berliner Weihnachtsbäume und Strauchschnitt der Grünflächenämter landen daher bereits in den Kesseln. Außerdem laufen Versuche, zukünftig eine reibungslose M#itverbrennung von veredelten Holz-Pellets in größerem Maßstab zu ermöglichen.